Druckansicht Export in die Vereinigten Staaten, eine Chance, die sorgfältig vorbereitet sein will


Amerika bietet Investoren ein einladendes und stabiles Geschäftsumfeld, ein zuverlässiges und transparentes Rechtssystem und eine moderate Steuerbelastung. Und nicht zuletzt den Zugang zum größten Verbrauchermarkt der Welt.

Nachfolgend finden Sie einige Tipps, um dort erfolgreich zu sein.

Die Vereinigten Staaten sind der größte Importmarkt der Welt (16% der weltweiten Importe). Europäische Unternehmen sollten nicht zögern, hier präsent zu sein. Sie müssen kein Großkonzern sein: So waren etwa von den 21.600 französischen Firmen, die 2006 in die USA exportierten, 71% Kleinbetriebe.

Der Export in die USA über einen Agenten oder einen Handelspartner, der Ihre Produkte in seinen Katalog aufnimmt, sollte dennoch vorbereitet werden und erfordert einige Kenntnisse der geltenden Vorschriften:

  • Waren, die in die Vereinigten Staaten importiert werden, müssen vor der Zollabwicklung bestimmte Vorverfahren durchlaufen, die kompliziert und kostspielig sind. Dies wird jedoch ausgeglichen durch niedrigere Zollgebühren (mit Ausnahme einiger Produkte wie Bekleidung, Lebensmittel und Schuhe).
  • Es gibt zahlreiche Vorschriften in Bezug auf nationale Sicherheit und Verbrauchergesundheit (Lizenzen für bestimmte Produkte, medizinische Anforderungen, Kennzeichnungsstandards usw.)

Vergewissern Sie sich, dass das Produkt, das Sie einführen möchten, nicht unter die Gefahrstoffkategorie fällt. Der Bioterrorism Act von 2003 verlangt beispielsweise von allen Unternehmen, die Lebensmittel oder andere für den menschlichen oder tierischen Verbrauch gedachten Produkte herstellen, bearbeiten oder entwickeln, die Einreichung einer Meldung bei der Food and Drug Administration (FDA) und die Beauftragung eines Agenten auf dem Gebiet der USA zur Vertretung der Firma in Bezug auf diese Exporte.

Erfolgstipps für den US-Markt:

  • Achten Sie auf Transport und Logistik (Häfen, Schiene, Straßen). Die Distribution ist äußerst wichtig, da die Transportkanäle kompliziert sind und einem schnellen Wandel unterliegen. FedEx erfüllt Ihre Anforderungen bestens.
  • Denken Sie an den Schutz Ihrer Marke oder Ihres Produkts. Um ein Patent zu erhalten, müssen Sie einen Antrag beim U.S. Patent and Trademark Office (USPTO) einreichen. Im Jahr 2006 gingen 7.228 Patentanträge von französischen Firmen ein. Die Vereinigten Staaten liegen bei der Anzahl der Patentanträge weltweit auf dem siebten Platz nach Japan, Deutschland und Südkorea.
  • Besuchen Sie Handelsmessen, um Ihre zukünftigen Lieferanten und Kunden zu treffen.
  • Eine Bankverbindung vor Ort ist wichtig, um das Vertrauen Ihrer Geschäftspartner zu gewinnen. Wenden Sie sich an Banken, die an den Programmen der Small Business Administration teilnehmen.

Die Erfahrung zeigt, dass erfolgreiche Kleinunternehmen diejenigen sind, die sich mit einer speziellen Technologie in Nischenmärkten spezialisieren. Sie sind oft sehr gut vorbereitet.

Weitere Informationen:

US-Handelskammer

Business.gov
Tipps und nützliche Dokumente, die man vor dem Exportieren in die USA lesen sollte (beispielsweise, wie man Kontakt mit Handelsspezialisten aufnimmt, neue Geschäftsmöglichkeiten finden oder sich an örtliche Exportunterstützungszentren wenden kann ...).
www.business.gov/guides/import-export/exporting/export-financing.html:
Wegweiser für Finanzierungshilfen der US-Regierung
www.business.gov/guides/import-export/specific-products.html:
Liste von Lizenzen, Verträgen und anderen Dokumenten, die für die einzelnen Kategorien von Importprodukten benötigt werden

Manufacturer's Agents National Association Directory
Suche nach amerikanischen Partnern (zur Erschließung des US-Marktes), z.B. detaillierte Informationen über Markenagenten

Geistiges Eigentum
U.S. Patent and Trademark Office
U.S. Copyright Office
US-Amerikanischer Zoll und Grenzschutz

Quellen:
Chambre de Commerce et d’Industrie de Paris