Juni 2016

  • Neue europäische Zollvorschrift (UZK) in Kraft getreten

Neue europäische Zollvorschrift (UZK) in Kraft getreten

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Seit dem 1. Mai 2016 ist der Zollkodex der Union (UZK) die Hauptquelle des Zollrechts in allen 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

Seine Einführung wird wesentliche Auswirkungen auf die Art und Weise haben, wie Güter importiert, exportiert, abgefertigt und weiterbefördert werden. Es ist deshalb sehr wichtig, dass Sie über alle neuen Vorschriften des UZK Bescheid wissen.

Wir haben für Sie eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen im UZK bezüglich Ihrer Versandaktivitäten mit FedEx zusammengestellt:

  • Bitte beachten Sie, dass die wenigen EU-Länder, die bisher noch keine Zollgebühren von unter 10 Euro erhoben haben, dazu ab sofort verpflichtet sind.
  • Es ist ab sofort vorgeschrieben, dass die Referenznummer der verbindlichen Zolltarifauskunft, die sich auf die entsprechend betroffenen Produkte bezieht, in allen Zollanmeldungen angegeben wird. Bitte teilen Sie uns alle Ihre verbindlichen Zolltarifauskünfte (VZTA) unter eori-de@fedex.com mit. Nur dann können wir die schnelle Bearbeitung Ihrer Sendungen gewährleisten.
  • Beachten Sie bitte ferner, dass die Gültigkeit von VZTA-Nummern ab sofort von sechs auf drei Jahre reduziert ist.
  • Die Obergrenze für die Zollwertanmeldung DV1 (bisher 10.000 €) ist ab sofort auf 20.000 € angehoben. Bitte beachten Sie das, wenn Sie künftig Ihre eigenen Deklarationen vorbereiten.
  • Nutzung- und Lizenzgebühren müssen in Zukunft ausdrücklich auf der Handelsrechnung ausgewiesen sein.
  • Vor dem Inkrafttreten der neuen UZK-Vorschriften wurden Zölle und Steuern auf Basis des Wertes des ersten Verkaufs des jeweiligen Produktes (Vorerwerberpreise) berechnet. Künftig bildet der Wert des letzten Verkaufs vor Eintritt in die EU die Berechnungsgrundlage für die Kalkulation von Zöllen und Steuern.
  • Die Zollbehörden in den einzelnen Mitgliedstaaten müssen alle vorhandenen Bewilligungen bis spätestens 1. Mai 2019 überprüfen (Neubewertung). Dazu wird der Zoll auf Sie zukommen.
  • Bitte beachten Sie, dass Bewilligungen für die aktive Veredelung und die Umwandlung unter zollamtlicher Überwachung in der aktiven Veredelung zusammengeführt werden.
  • Wenn Sie ein nicht in der EU- ansässiger Versender oder Exporteur sind, müssen Sie in Zukunft einen Fiskalvertreter mit Sitz innerhalb der EU zur indirekten Vertretung benennen. Diesen sollten Sie FedEx so bald wie möglich unter eori-de@fedex.com mitteilen, damit wir die korrekten Zollabwicklungsverfahren mit diesem etablieren können.
  • Bisher war eine Safety and Security Entry Summary Declaration (ENS) nur für Warensendungen mit einem Wert von über 22 € verlangt. Ab 2020 wird diese für alle Sendungen unabhängig vom Wert zur Pflicht. In der Praxis bedeutet dies, dass der Zoll jede Sendung zum Zweck einer Sicherheitsüberprüfung aufhalten darf. Das kann die Abfertigung verzögern.

Ab 2020 wird auch die Meldung der Codenummer (erste 6 Stellen des Harmonisierten Systems) in der ENS verpflichtend sein. Wir empfehlen jedoch, jetzt schon damit zu beginnen, diesen Code in Ihren Handelsrechnungen anzugeben.

Die Einführung der neuen UZK-Vorschriften in der gesamten Europäischen Union geht mit erheblichen Veränderungen vieler nationaler Zollsysteme und -Verfahren einher. Es wird für Sie am einfachsten sein, sich regelmässig auf den nationalen Zoll-Websites über die genauen Daten und Details des Inkrafttretens und die damit verbundenen Dokumentations-Anforderungen zu informieren.

Die EU-Kommission hat zudem einschlägige Richtlinien über die praktischen Auswirkungen der Vorschriften zu den wichtigsten Themen veröffentlicht. Wir empfehlen, diese Dokumente für weitere Informationen zu Rate zu ziehen.

Darüber hinaus können Sie darauf vertrauen, dass FedEx Sie mit aktuellen Informationen versorgt, um die Einführung der neuen Vorschriften so einfach und problemlos wie möglich für Sie umzusetzen.

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