FedEx Kurier*in liefert FedEx Boxen aus

Entfall der De-minimis-Regelung

Wie wirken sich Änderungen an den EU-Zollregelungen auf Ihre Sendungen aus?

Die De-minimis-Regelung in der EU und Änderungen bei den Einfuhrzöllen

Ab dem 1. Juli 2026wird die EU die derzeitige De-minimis-Ausnahmeregelung aufheben und neue Zollvorschriften für Einfuhren von geringem Wert einführen.

Um Ihnen zu helfen, sich auf diese Änderungen vorzubereiten und sie sicher zu meistern, haben wir alles zusammengestellt, was Sie über den Versand in die EU oder den Wareneingang aus der EU wissen müssen.

Wir werden diese Seite mit den neuesten Informationen aktualisieren, sobald sich Änderungen ergeben.

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Erfahren Sie, was die EU-Zollreform für Ihr Unternehmen bedeutet.


Was ändert sich bei den EU-Zollgebühren?

Bislang konnten Warenimporte in einer Sendung mit einem Sachwert von höchstens 150 € im Rahmen der sogenannten „De-minimis“-Regelung zollfrei in die EU eingeführt werden, da eine Zollbefreiung galt.

Diese Zollbefreiung entfällt ab dem 1. Juli 2026. Für Waren, die in einer Sendung mit einem Sachwert von höchstens 150 € eingeführt werden, wird pro Position auf der Einfuhranmeldung (die eine oder mehrere Artikel enthalten kann, je nach zolltariflicher Einstufung) ein Zollbetrag von 3 € erhoben. 

Es gibt einige Ausnahmen:

  • Für umsatzsteuerpflichtige Business-to-Business-Empfänger gelten die üblichen Zollsätze.  
  • Für Sendungen im Rahmen von Freihandelsabkommen, die nicht über das Import One Stop Shop (IOSS)-System verkauft werden, kann eine Zollbefreiung gewährt werden.  (Dennoch wird bei Sendungen im Rahmen von Freihandelsabkommen, die unter dem IOSS-System verkauft werden, eine Zollgebühr von 3 € pro Position auf der Einfuhranmeldung erhoben.)

Die Umsatzsteuerregelungen für Einfuhren in die EU bleiben unverändert (die De-minimis-Befreiung von der Einfuhrumsatzsteuer wurde 2021 abgeschafft und alle in die EU eingeführten Waren unterliegen der Umsatzsteuer, unabhängig von ihrem Wert). 

Zusätzliche Datenanforderungen

Die im Juli eingeführten Änderungen führen außerdem dazu, dass zusätzliche Angaben übermittelt werden müssen.  Für jedes Produkt, das im Rahmen einer Sendung mit einem Sachwert von höchstens 150 € in das Zollgebiet der EU eingeführt wird (mit Ausnahme von B2B-Einfuhren durch umsatzsteuerlich registrierte Unternehmen), führt die EU-Kommission neue verbindliche Anforderungen ein, die von der versendenden Person zu erfüllen sind, und zwar:

  • Produktkennzeichnung durch Händler
  • Die nicht standardisierte Produktkennung des Herstellers
  • Die standardisierte Produktkennung des Herstellers (falls vorhanden)

Wenn FedEx bei der Einfuhr in das Zollgebiet der EU als Zollagent fungiert, muss FedEx diese Unterlagen im Rahmen des Zollanmeldungsverfahrens den Zollbehörden übermitteln.

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Bleiben Sie auf dem Laufenden über Aktualisierungen der internationalen Handelsbestimmungen.


EU-Bearbeitungsgebühr

Unabhängig davon hat die Europäische Kommission auch eine neue EU-weite Bearbeitungsgebühr für geringwertige Waren vorgeschlagen, die voraussichtlich bis zum 1. November 2026 eingeführt werden soll. Wir werden Sie informieren, sobald uns weitere Informationen vorliegen.

Wie berechne ich die Gesamtkosten für Sendungen in die EU?

Die Änderungen können je nach Warentyp und Herkunftsland höhere Einfuhrzölle bedeuten. FedEx Global Trade Manager kann Ihnen helfen, diese Kosten im Voraus zu berechnen.



Muss ich die Versandweise für Bestellungen mit geringem Warenwert in die EU ändern?

Für Ihre Sendungen sind nun möglicherweise Deklarationen erforderlich. Es kann notwendig sein, Ihre Waren den Behörden in einem anderen Verfahren als bisher zu melden. Unser System für Elektronische Handelsdokumente (ETD) vereinfacht diesen Prozess für Sie.



Ich bin Verkäufer*in außerhalb der EU: Wie kann ich unerwartete zollbedingte Kosten für meine Kund*innen reduzieren?

Als erstes sollten Sie sich mit Ihren Kund*innen einigen, wer für die Zahlung der Frachtkosten sowie der Zölle, Steuern und Gebühren verantwortlich ist. Dies ist durch die IncoTerms abgedeckt, die Sie in Ihrem Kaufvertrag sowie auf der Handelsrechnung für die Waren angeben müssen.  Zweitens müssen Sie zum Zeitpunkt des Versands die FedEx Versandbedingungen auswählen, die Ihrer Vereinbarung mit dem Kunden entsprechen.  Verwenden Sie die Option Rechnung an den Absender, um die FedEx-Rechnung über alle Zölle, Steuern, Gebühren und Zuschläge zu erhalten, wenn Sie mit dem Käufer vereinbart haben, dass die Waren verzollt geliefert werden. 



Wie FedEx Ihnen bei der Vorbereitung hilft

Um eine reibungslose Zollabfertigung zu gewährleisten und Verzögerungen zu vermeiden, stellt FedEx Ihnen Tools zur Verfügung, mit denen Sie die folgenden Informationen in Form einer Handelsrechnung absenden können:

Lächelnde FedEx Mitarbeitende in einem Verarbeitungszentrum
Lächelnde FedEx Mitarbeitende in einem Verarbeitungszentrum
Lächelnde FedEx Mitarbeitende in einem Verarbeitungszentrum

  • Kontaktinformationen der*des Empfängerin*Empfängers einschliesslich Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer
  • klare und präzise Warenbeschreibung
  • Zolltarifnummer (HS-Code) wird empfohlen
  • präzise Informationen zum Herstellungsort
  • wahrheitsgemässe und genaue Wertangaben
  • Details zu jedem einzelnen Artikel innerhalb der Sendung
  • eindeutige Angaben darüber, wer für die Zahlung der Zölle und Steuern zuständig ist

Unser System für Elektronische Handelsdokumente (ETD) leitet Sie an, diese Informationen gleich beim ersten Mal korrekt bereitzustellen.


Ressourcen und Werkzeuge für eine reibungslose Zollabfertigung